Das kleine Hochzeits-Wörterbuch – Fachbegriffe, die euch bei der Planung begegnen

Wer in die Hochzeitsplanung einsteigt, landet schnell in einer Welt voller englischer Begriffe, die alle irgendwie schick klingen und selten erklärt werden. Hier das kleine Wörterbuch – ehrlich übersetzt, aus der Praxis kommentiert.

Intimate Wedding – Eine Hochzeit im ganz kleinen Kreis mit nur wenigen Gästen. Unterschätzt schön: kein Programm-Marathon, dafür Zeit für jeden einzelnen Menschen.

Elopement Wedding – Die Steigerung: gar keine Gäste. Nur ihr zwei, die Person, die euch traut – und vielleicht ein Fotograf, damit es die Daheimgebliebenen glauben.

Engagement Shooting – Ein Vorab-Shooting, meist Wochen oder Monate vor der Hochzeit. Die Bilder landen oft auf den Einladungskarten – und nebenbei lernt ihr, wie euer Fotograf arbeitet und wie ihr euch vor der Kamera entspannt. Beides zahlt sich am Hochzeitstag aus.

First Look – Der Moment, in dem ihr euch am Hochzeitstag zum ersten Mal seht. Immer mehr Paare verlegen ihn bewusst an einen ruhigen Ort nur für sich – statt vor versammelter Kirche. Das nimmt Druck raus und macht aus dem ersten Blick einen eigenen, sehr intimen Gänsehaut-Moment. Fotografisch einer meiner liebsten Augenblicke des ganzen Tages.

Getting Ready – Die Vorbereitungen vor der Trauung: Haare, Make-up, Ankleiden. Mein Tipp aus Teil 1 gilt hier doppelt: eine helle, aufgeräumte Umgebung wählen – dann entstehen dabei Bilder, die zu den emotionalsten des Tages gehören, weil die Vorfreude noch ungefiltert ist.

Photobooth / Fotobox – Nicht zu verwechseln mit dem Fotobuch. 😉 Stellt euch ein kleines Selbstbedienungs-Fotostudio vor, das bei eurer Feier steht: Am Touchdisplay mit Live-View seht ihr schon vor der Aufnahme, wie das Bild wird – posieren, lachen, auslösen, und Sekunden später haltet ihr den fertigen Ausdruck in der Hand. Wer mag, schickt sich das Foto direkt aufs Handy. Ich sage es aus voller Überzeugung – und ja, als Fotograf und Fotobox-Vermieter bin ich da doppelt befangen: Eine gute Fotobox ist der beste Eisbrecher, den ihr für eure Feier bekommen könnt. An kaum einem Ort kommen Gäste, die sich vorher nicht kannten, so schnell ins Lachen und ins Gespräch. Ein ehrlicher Hinweis noch, weil der Markt inzwischen voll ist: Die Technik-Schlagworte klingen bei fast allen Anbietern gleich. Der Unterschied zeigt sich woanders – ob das Licht so eingerichtet ist, dass jeder Gast schmeichelhaft aussieht, ob der Drucker auch bei 200 Gästen nicht zum Flaschenhals wird, und ob am Ende jemand erreichbar ist, wenn's mal hakt. Bei mir richtet die Box ein Fotograf ein – das sieht man nicht am Datenblatt, aber auf jedem Ausdruck.

Fotostation – Die große Schwester der Fotobox – und ein Begriff, den ich selbst geprägt habe. Der Unterschied zeigt sich am Abend: Bei einer klassischen Fotobox muss ein Gerät alles leisten – wer sein Foto ansehen, drucken oder verschicken will, blockiert die Kamera, und hinter ihm wächst die Schlange. Die Fotostation ist ein Zusammenspiel mehrerer Stationen, bei dem genau das nicht passiert: Die einen fotografieren, während die anderen längst ihre Bilder aussuchen, drucken oder aufs Handy schicken – gleichzeitig, ohne Warten, auch bei großen Feiern. Wie das im Detail zusammenspielt, ist über viele Jahre gewachsen und fein austariert – das Ergebnis beschreiben Gäste regelmäßig als die beste Fotobox, die sie je auf einer Hochzeit erlebt haben. Und falls es etwas gäbe, das ich daran noch besser machen könnte: Ich würde es sofort tun.

Fotobox wie Fotostation gehören übrigens beide zu meinem Angebot – einen Überblick samt aller Varianten findet ihr hier.

After-Wedding-Shooting – Ein Paarshooting an einem anderen Tag nach der Hochzeit: nochmal ins Outfit, ganz entspannt, ohne Zeitdruck und Gästeliste im Nacken. Ideal, wenn am Hochzeitstag das Wetter oder die Zeit nicht mitgespielt hat – nur die Visagistin solltet ihr idealerweise nochmal buchen.

Fehlt ein Begriff, über den ihr gestolpert seid? Schreibt mir – ich übersetze gern und nehme ihn hier mit auf.

Nächstes Mal: die Gästeliste – warum sie mehr Streitpotenzial hat als jedes Budget, und die Mallorca-Frage, die alles klärt.

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Standesamt, Kirche oder freie Trauung – welche Art zu heiraten passt zu euch?